Mein Mann trennt sich von mir :-(

Themen rund um den hohen Wert der Ehe, Singel-Dasein und Sexualität.

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Mein Mann trennt sich von mir :-(

Beitragvon blüemli86 » Dienstag 22. Juni 2010, 22:15

Hallo zusammen,

Ich bin seit 11 Monaten verheiratet. Mein Mann hat sich von einigen Monaten von Gott abgewandt und will nichts mehr von Gott wissen. :cry: Für mich war das ein riesen Schock! Wir hatten so viele Pläne, wir wollten in die Mission nach Afrika, Kinder adoptieren usw. Jetzt will er nichts mehr davon wissen. Seit Dezember hat er eine beste Freundin mit der er viel Zeit verbracht hat. Ich denke nicht das sie zusammen was hatten, trotzdem war ich sehr eifersüchtig und hatte Angst, ihn zu verlieren. Ich habe schon gemerkt, dass es ihm nicht so gut geht. Seine Mutter hatte einen Schlaganfall und auch sonst hat er zu kämpfen. Auch meine Eifersucht hat ihn belastet. Ich war sicher nicht eine einfache Ehefrau :|
Jetzt hat er auch mich verlassen. Am nächsten Donnerstag ist die gerichtliche Trennung. Davor habe ich meeega Angst.
Ich habe ihm gesagt er solle uns noch eine Chance geben, ich will für unsere Ehe kämpfen!
Er will nichts davon wissen. :cry: Er sagte zu mir, er hätte noch gar nicht so früh heiraten wollen (er ist 30 ich 24) wir waren
3 1/2 Jahre zusammen. Er hat mir gesagt er hätte mich nur geheiratet, weil ich nicht mit ihm zusammenziehen wollte und ich Sex vor der Ehe als Sünde betrachte. Nur er wollte das ja auch so! Er war ja gläubiger Christ! Er hat mit Gott soooo viel erlebt!
Er wollte mich heiraten! Jetzt hat er sich um fast um 180° gedreht. Ich mache mir solche Vorwürfe, dass ich ihm kein besseres Vorbild war. Ich hätte es doch besser wissen sollen. Ich habe ja gemerkt, dass er nicht glücklich ist.
Ich trage meinen Ehering noch. Ich werde auch die 2 Jahre Trennungsschutz einreichen. Wenn in diesen 2 Jahren kein Wunder geschieht, kann ich gegen eine Scheidung nichts mehr machen. Solange will ich ihm und Gott auch die Zeit lassen, das ein Wunder geschieht.
Meine Frage Gott will ja nicht, dass man sich scheidet. Ich will es ja auch nicht!!! :x
Was kann ich tun “ausser" zu beten?
In der Bibel steht:Wenn der ungläubige Ehepartner sich unbedingt vom gläubigen Ehepartner scheiden lassen will, soll der Gläubige nachgeben Mt. 19.9
Wenn aber der Ungläubige sich scheidet, so scheide er sich. Der Bruder oder die Schwester ist in solchen Fällen nicht gebunden; zum Frieden hat uns Gott doch berufen 1. Kor 7
Heisst das, dass Gott mich nicht verurteil? Heisst das, dass ich auch wieder heiraten darf?
Ich will ja um meinen Mann kämpfen, ich weiss nur nicht wie.

Bin sehr dankbar für Ratschläge.
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Re: Mein Mann trennt sich von mir :-(

Beitragvon Friedrich57 » Mittwoch 23. Juni 2010, 22:00

Liebe blüemli 86

In deiner Situation ist es schwierig eine positive Antwort oder Ratschläge zu geben,weil niemand kennt deine genaue Situation, die Beziehung zu deinem Mann und die Beziehung zu Jesus Christus.Also ich kann dir nur ein Beispiel von mir schreiben, das ich meine Frau nach 31 Jahren noch immer so sehr liebe wie am ersten Tag, als ich sie zum ersten mal gesehen habe.Und weist du warum diese Liebe noch immer da ist? weil Jesus in meinem Herzen und in ihrem Herzen wohnt.Nach 11 Monate, Scheidung??
Da sind bei mir viele Fragen offen und wie gesagt gute Ratschläge...schwierig.
Du gibst ein paar Bibelstellen an,mit der Hoffnung das Gott alles regelt.Wir können nicht einfach uns Bibelstellen auswählen was zu uns passt und dann hoffen Gott wird alles gut machen.Für eine gute Beziehung muss man auch was tun und daran arbeiten.
Das aller wichtigste ist ein reines Herz für Jesus Christus.
Ich habe hier im Forum ein Hochzeit Gedicht gepostet,vielleicht hast du Lust es einmal zu lesen,wir haben es zu unserer Hochzeit gekriegt.
Uns wurde noch ein Bibelvers an unserem Hochzeittag mitgeteilt:"Er muss wachsen ich muss abnehmen".Ich glaube du verstehst was damit gemeint ist.Wenn wir in jeder Situation unseres Lebens,Jesus die Ehre geben und wir immer kleiner werden,dann kann uns im Leben vieles gelingen.
Möge Gott dich segnen.

Liebe Grüße Friedrich
"Dein Wort ist meines Fußes Leuchte und ein Licht auf meinem Wege".Ps.119,105.
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Re: Mein Mann trennt sich von mir :-(

Beitragvon Jesusfreak » Mittwoch 23. Juni 2010, 22:27

blüemli86 hat geschrieben:Was kann ich tun “ausser" zu beten?


Nichts was mächtiger wäre :-)

Wenn du etwas anderes suchst als Beten, dann bedeutet das, dass du nicht genügend auf Gottes Antwort und Reaktion vertraust. Stell dir bitte kurz folgende Situation vor: Du hast ein Kind und es bittet dich, dir bei etwas zu helfen und bevor du eine Antwort geben kannst, sagt dein Kind: "Nein warte, Ich frage jemand anderes".

Welche Gefühle hättest du? Entäuschung? Verletzung? Wut? Warum wendet sich dein Kind an jemand anderes? Vertraut es dir nicht? Erscheinst du ihm zu hilflos?

Bedenke dass du für deinen himmlischen Vater sein genauso geliebtes Kind bist! :wink:

Viele Menschen Beten, ohne eigentlich eine Reaktion zu Erwarten. Sie führen im Grunde genommen "Mitleids-Selbstgespräche".

Liebe Grüsse Jesusfreak
Nicht immer ist der Glückliche dankbar, aber der Dankbare ist immer glücklich.
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Re: Mein Mann trennt sich von mir :-(

Beitragvon ustoetzel » Donnerstag 24. Juni 2010, 14:04

Hallo blüemli86,

Dein Hilferuf berührt mein Herz sehr. Es tut mir leid für das, was Du momentan durchmachst.

Liebe junge Schwester, ich und auch die anderen in diesem Forum möchten Dir sehr gerne helfen. Fühle Dich mal im Namen Gottes und unseres Herrn Jesus ganz lieb in den Arm genommen und getröstet, wie ein Vater tröstet, oder ein großer Bruder. Ich weiß nicht, ob Du jemanden hast, bei dem Du Dich mal ausweinen kannst. Aber Gott, Dein lieber Vater, nimmt sein geliebtes Kind sehr gern in den Arm ...

Wenn es um konkrete Hilfe und Tipps geht: Wie Friedrich schon gesagt hat ist das nicht ganz leicht angesichts Deiner emotionalen Situation. Wir möchten ja nicht noch mehr verletzen, aber das kann sehr leicht geschehen. Deine ganze Seele ist ja sozusagen wund und angeschlagen. Darum bitte ich schon jetzt um Vergebung, falls meine Worte Dir weh tun sollten. Dann ignoriere sie einfach oder nimm sie später noch mal vor, wenn Du es besser ertragen kannst.

Lass mich einfach mal 3 Punkte aufgreifen, die mir beim Lesen Deines Berichtes aufgefallen sind. Wenn sie Deine Situation nicht treffen, dann ignoriere sie ebenfalls.

1. Kann es sein, dass Dein Mann Dich im wesentlichen geheiratet hat, weil er Dich sexuell begehrt hat, aber ohne Heirat keinen Sex mit Dir haben konnte? Das kommt leider in unserer heutigen sexualisierten Gesellschaft sehr häufig vor. D.h. - die meisten heiraten ja gar nicht mehr aus diesem Grund, sondern haben von Anfang an Sex miteinander. Und auch wir gläubigen Christen können uns diesem Zeitgeist nicht wirklich entziehen. Selbst die gläubigsten und treuesten jungen Männer (und auch viele ältere) haben hier Probleme. Auch bei Frauen kommt das vor, aber bei Männern häufiger. Wenn Sex zur hauptsächlichen Motivation einer Eheschließung wird, sind die Probleme aber vorprogrammiert! Denn eine Ehe ist viel mehr als das, auch wenn die Einheit zwischen Mann und Frau als Bild Gottes durch die Sexualität letztlich ausgedrückt wird (siehe die Dir sicher bekannten Texte aus der Schöpfungsgeschichte und andere).
Anders ausgedrückt: Sexualität, wie Gott sie gemeint hat, ist der Höhepunkt von ehelicher Liebe! Was aber heutzutage überall in unserer Gesellschaft propagiert wird, vor allem durch Pornographie, aber auch anderweitig, ist nicht Liebe, sondern Lust. Während die Liebe von Bewunderung und Wertschätzung des jeweils anderen geprägt ist, aber auch mit Rücksichtnahme und sich selbst zurücknehmen zu tun hat und in erster Linie dem anderen dient, ist Lust purer Egoismus. D.h. Lust will in erster Linie die Befriedigung der eigenen Begierde. Liebe hat viel mit Anbetung zu tun und ehrt den anderen Partner! Lust jedoch macht den Partner zum Sklaven des eigenen Egos! Und wenn das dann noch dazu nicht so läuft, wie man sich das vorstellt, z.B. weil sich ganz natürliche Abwehrreaktionen des Partners gegen die Vereinnahmung einstellen, dann wird man das sehr schnell leid! Und auch deshalb, weil Sünde immer Abgrundcharakter hat, d.h. Lust oder Begierde bekommt nie genug und will immer mehr. Das führt ganz von selbst zu einer tiefen Unzufriedenheit, selbst wenn der andere Partner "mitspielt". Und dann kommen sehr schnell Gedanken hoch, dass es doch nicht der richtige Partner oder die richtige Partnerin wäre, usw. Aber das ist ein Irrtum, der durch die völlig unrealistischen Erwartungen bzw. Forderungen der egoistischen Lust entsteht.

Übrigens gibt es auch mindestens ein Beispiel in der Bibel, wo jemand aus purer Lust gehandelt hatte und dann sich plötzlich ein Ekel gegen die Person einstellte, die er ursprünglich so heiß begehrt hatte: Davids Sohn Amnon, der seine eigene Schwester begehrt hatte (2. Samuel 13,1-19).

2. Was ebenfalls heute fast durchgängig schief liegt, ist das Verständnis von Liebe überhaupt. Ja, Liebe hat auch mit Gefühlen zu tun. Ohne verliebt zu sein würde wohl kaum jemand eine Ehe eingehen (doch, auch das kommt leider vor). Dennoch ist Liebe im eigentlichen Sinn eben kein Gefühl, sondern eine bewusste Willensentscheidung! Das kann nicht genug betont werden!
Und zu echter Liebe gehört auch unbedingt Treue. Doch auch dieser Begriff ist weithin verzerrt. Nein, Untreue ist nicht in erster Linie, wenn ein Ehepartner fremd geht. Sondern Untreue bedeutet, nicht zu dieser Entscheidung zu stehen, nicht daran festzuhalten, in guten wie in bösen Tagen! Eben auch dann, wenn die Gefühle nicht mehr so frisch sind wie am Anfang. Man sagt dann heutzutage: "Die Liebe ist uns abhanden gekommen." Aber das ist falsch. Richtig ist, dass das Verliebtsein aufgehört hat. Doch so lange man zusammen bleibt und füreinander da ist, besteht die Liebe de facto noch immer!
Sicher, auch die Gefühle haben ihren Wert. Auch ich darf erleben, dass der Herr mir immer wieder neue Liebe für meine Frau schenkt, auch mit Gefühlen! Ja, auch ich bin nach etlichen Jahren noch immer in meine Frau verliebt. Es gab aber durchaus schwierige Phasen, wo die Gefühle kaum vorhanden waren. Doch dann sich zu trennen ist der falsche Weg. Richtig ist, wie Du es auch siehst, für die Ehe zu kämpfen und sich vom Herrn weiterführen und -helfen zu lassen. Ich erlebe es immer wieder, wie der Herr mein Gebet erhört, mir Liebe für meine Frau zu schenken! (Hier könnte ich noch viele Gedanken anfügen, aber das wird sonst zu umfangreich.)
Ich fürchte, dass Dein Mann sich zu sehr von seinen Gefühlen beherrschen lässt. Irgendwann wurde es ihm "zu schwer", weil er vermutlich nie gelernt hat, wie er damit mit Gottes Hilfe umgehen soll. D.h. er hat vmtl. nie gelernt, wie Er Gottes Hilfe annehmen und ganz praktisch erleben kann. Das nennt man "unreif". Er benimmt sich offenbar wie ein Teenager. Und dann hat er auch noch Gott die Schuld gegeben oder ist von ihm enttäuscht. Oder er hat einfach "aufgegeben" und "will nicht mehr", auch leider hinsichtlich seines Glaubens, weil er wohl intuitiv weiß, dass sein Verhalten damit nicht zusammenpasst. Aber solche Übungen sind in einer engen Beziehung normal! Auch ich hätte manches nicht gelernt, was ich heute weiß, kenne und schätze, wenn ich an solchen Stellen weggelaufen wäre!

3. Du schreibst sehr offen und ehrlich von Deiner Eifersucht. Ja, liebe Schwester, es kann schon sein, dass das Deinen Mann stark herausgefordert hat. Eifersucht ist nach Gottes Wort Sünde (siehe z.B. Römer 13,13; 1.Kor. 3,3; 2.Kor. 12,20; Galater 5,20; Jakobus 3,14+16). Für mich war das eine der erstaunlichsten Entdeckungen, die ich in der Bibel je gemacht habe. Nach meinem Eindruck ist Eifersucht, jedenfalls in den angegebenen Bibeltexten, verletzter Stolz, verletzte Ehre, verletzte Eitelkeit. Eifersucht stellt sich ein, wenn jemand meint, das Recht auf ungeteilte Aufmerksamkeit und Ehre von einer anderen Person zu haben, diese jedoch auch noch einer anderen Person oder anderen Dingen Aufmerksamkeit und Ehre schenkt. Beispielsweise wird Gott selbst völlig zu Recht eifersüchtig, wenn wir andere Götter neben ihm haben und anbeten (vgl. z.B. 1.Kor. 10,22). Nun ist das bei Gott völlig klar; denn es gibt keinen wahren Gott außer ihm. Aber bei Menschen ist es purer Stolz. Letztlich geht es darum, dass wir zumindest für einen oder einige wenige Menschen sein wollen wie Gott selbst (die Ursünde; siehe der Sündenfallbericht in 1. Mose 3). Manchmal geht das so weit, dass ein eifersüchtiger Mensch noch nicht einmal ertragen kann, wenn der andere den Herrn liebt, ihm mit Hingabe dient und daher häufig nicht für ihn/sie zur Verfügung steht. Eifersucht ist eine Folge von Konkurrenzdenken!
In unserer Gesellschaft ist Eifersucht aber völlig normal und wird als Beweis gewertet, dass echte Liebe vorhanden sein muss. Aber letztlich bedeutet es doch, dass man einen Menschen für sein Ego vereinnahmt hat und als sein Eigentum betrachtet, fest an sich bindet und umklammert, oder? "Der Mann gehört mir, und ich teile ihn mit nichts anderem, schon gar nicht mit einer anderen Frau!" (Bei Männern natürlich sinngemäß umgekehrt.) Das hat aber mit wahrer Liebe nichts zu tun! Echte Liebe freut sich über das Wohl des anderen und sucht nicht das Ihre (1.Kor. 13,5). Und natürlich wehrt sich der andere Partner gegen die Umklammerung. Vor allem dann, wenn der Verdacht unbegründet ist.
Sag, liebe Schwester, ist es nicht letztendlich so, dass Dein Stolz, Deine Eitelkeit verletzt wurde? Und dass das sich letztlich in Eifersucht geäußert hat? Du wolltest für Deinen Mann die einzige Person, zumindest die einzige Frau sein, der er Aufmerksamkeit schenkt, oder? O ja, es ist nicht leicht, das einzusehen - bitte verstehe mich nicht falsch! Aber es hat auch keinen Sinn, um den heißen Brei herumzureden, nicht wahr?
Dennoch liegt ganz sicher nicht die ganze Schuld bei Dir. Ich hoffe, dass meine obigen Ausführungen klar genug zeigen, dass das nach meinem Eindruck auf Grund Deines Berichtes gar nicht sein kann, sondern dass Dein Mann m.E. die größte Verantwortung trägt.

Wie auch immer, vielleicht solltest Du genau diese Frage auch mit ins Gebet nehmen, und wenn es Dir bewusst wird, dass da vielleicht doch etwas dran ist, dem Herrn bekennen und seine Vergebung annehmen. Vielleicht bekennst Du es auch Deinem Mann und bittest ihn um Vergebung? Vielleicht könnte das sogar der konkrete Beginn einer Heilung für Deine schon fast zerbrochene Ehe sein.

Bitte verzeih meinen langen Beitrag. Aber ich wollte mich möglichst deutlich und nachvollziehbar ausdrücken. Und wie gesagt, wenn meine Worte Deine Situation nicht treffen, dann bitte ich um Vergebung. Ich wollte Dich keinesfalls verletzen.

In brüderlicher Liebe, in unserem Herrn Jesus Christus verbunden, grüßt herzlich
Uwe
Ist jemand in Christus, so ist er eine neue Schöpfung; ... alles ist neu geworden! (2Kor 15,17)
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Re: Mein Mann trennt sich von mir :-(

Beitragvon Life Concept » Donnerstag 24. Juni 2010, 15:57

Das gibt es leider auch, dass es auch unter Gläubigen Menschen gibt, welche sich von Gott abwenden. Ich würde niemals meinen Glauben aufgeben, das wäre mir keinen Preis der Welt wert, nur weil ich mit einer hinreissenden Dame zusammenleben möchte, die ungläubig ist, damit ich mit ihr klarkommen kann.

Ich hoffe blüemli86, dass dein Mann wieder zum Herrn zurückfindet. Ich hoffe, dass es nicht so weit geht, dass sein Herz verstockt und verdorrt am Weinstock des Herrn und dann abgeschnitten und verbrannt wird. Sex sollte nicht das einzig Ausschlaggebende in einer Beziehung sein, sondern gegenseitige Liebe in guten wie in schlechten Tagen - das verspricht man sich ja vor der Gegenwart Gottes.

Ich wünsche dir alles Gute, dass du mit der Kraft Gottes und dem Vertrauen in sein Wort diese schwere Zeit überstehen wirst.
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Re: Mein Mann trennt sich von mir :-(

Beitragvon blüemli86 » Donnerstag 24. Juni 2010, 17:34

Lieber Uwe,
dass mit der Eifersucht ist eine schwierige Sache. Mein Mann hat diese beste Freundin seit Dezember. Er hat angefangen sich fast jede Woche mit ihr zu treffen. Er telefoniert auch häufig mit ihr, oft bis spät in die Nacht. Sie kommt of zu uns nach Hause, wo sie bis 2 Uhr in der Frühe blieb. Ich gehe in die GVC, dort gingen wir in eine Kleingruppe. Jetzt gehe nur noch ich. Ich habe ihnen gesagt, dass ich eifersüchtig bin und ihnen auch gesagt, dass ich das nicht als gut heisse! Ich bin da deiner Meinung. Gott alleine hat das Recht eifersüchtig zu sein. Aber alle Christen, die ich gefragt habe, haben gesagt, ich wäre nicht eifersüchtig, das sei gesunder Menschenverstand. Mann hätte keine beste Freundin, wenn man verheiratet ist. Das würde nicht gut gehen.
Wegen dem Sex hat er mich nicht geheiratet, denke ich zumindest. Er war ein feuriger Christ. Er hat auch immer wieder Zeugnisse gegeben und seinen Freunden von Gott erzählt. Gott hat mehrere grosse Wunder an ihm vollbracht. Er hat voll für Gott gelebt. Niemand aus der Kirche und im Bekanntenkreis oder der Familie hätte je gedacht, dass er sich von Gott und mir abwenden könnte. Es war für alle ein riesen Schock. Fast bis zum Schluss unserer Beziehung hat er immer wieder betont, wie sehr er mich liebe und er glücklich mit mir ist. Wir sind fest zusammengewachsen.
Ich könnte mich nicht von Gott abwenden.
Ich hoffe und bete, dass er wieder zu Gott findet! Hatte heute die gerichtliche Trennung. Für ihn scheint es endgültig aus zu sein. Ich glaube dass Gott eine Scheidung als Sünde anschaut und nicht will, dass es zu einer Scheidung kommt. Ich will es ja auch nicht. Ich liebe meinen Mann sehr!
Ich werde im Gebet für ihn kämpfen!
Ich weiss allerdings auch, dass die Beziehung mit Gott an erster Stelle steht. Das ist mir nicht immer gelungen. Ich spüre seine Gegenwart und seinen Trost sehr, trotz meiner Fehler. Ich danke dir und den anderen für eure Zeit und eure Worte.
Lieber Gruss blüemli
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Re: Mein Mann trennt sich von mir :-(

Beitragvon Amy » Donnerstag 24. Juni 2010, 21:34

Liebes Blümli 86,

auch, wenn ich noch nie in solch einer Situation war, wie du sie gerade erlebst, so kann
ich denke ich doch einigermaßen nachvollziehen, wie du dich gerade fühlst.
Ich kann mir gut vorstellen, das da auch absolute Verlustängste mit reinspielen.

Aber dennoch möchte ich dir Mut machen.
Du bist nicht alleine, mit all dem.
Jesus hat all deine Tränen gesehen und empfindet diesen Schmerz,
den du gerade fühlst mit.
Auch wenn es zu diesem Zeitpunkt fast unmöglich erscheint musst du
jetzt stark sein. Du brauchst ein riesiges Stück Selbstbewusstsein und Stärke.

Süsse, der Feind versucht gerade mit allen Mitteln deine Ehe und Familie zu zerstören.
Du kannst nichts anderes tun als im Gebet zu kämpfen.
Du musst stark sein, aber du brauchst auch Rückendeckung von Freunden und Mitbetern.
Es ist wichtig das du nicht alleine kämpfst. Und proklamiere immer wieder das Wort Gottes über deine
Situation. Der Feind hat nur soweit Anrecht, wie wir ihn gewähren lassen.

Gib nicht auf Blümli und vor allem bete um neue Durchbrüche, das dein Mann wieder zur
Besinnung kommt.
Ich bin mir sicher das auch hier einige im Gebet hinter dir stehen würden.
Wenn du magst kannst du mir gerne mal ne PN schreiben.
Ich würde gerne für dich beten, hätte dazu aber gerne den Namen deines Mannes und deinen,
wenn es für dich okay wär.

Reichen Segen Dir und :heart: liche Umarmung!

Amy
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Re: Mein Mann trennt sich von mir :-(

Beitragvon ustoetzel » Freitag 25. Juni 2010, 15:45

Hallo blüemli86,

ja, ich teile unbedingt Deine Ansicht und wohl auch die der anderen, die sich dazu geäußert haben, dass es merkwürdig ist, dass nicht Du als seine Frau seine "beste" Freundin bist bzw. warst. Das stellt die Vertrauensbasis in Frage. Tut mir leid, dass mir dieser Aspekt beim Lesen Deines Berichtes offenbar entgangen ist.

Als merkwürdig fällt mir auch noch auf, dass er selbst als 30-jähriger noch gesagt hat, er hätte nicht so früh heiraten wollen. Da kommt mir der Gedanke, dass er vielleicht starke Bindungsängste hat und mit der Situation einer Ehe, die nun mal die persönlichen Freiheiten, die man bis dahin hatte, doch an einigen Stellen beschneidet, nicht zurecht kommt. Wenn das stimmt, dann steckt dahinter ein stark egozentrischer Zug, der aber leider in unserer heutigen Gesellschaft ebenfalls sehr weit verbreitet ist. Aus Liebe dem Partner zu dienen und dafür auch einiges zu opfern steht heutzutage nicht hoch im Kurs. Man liebt leider in erster Linie sich selbst ...

Natürlich kann ich aus der Ferne nicht wirklich beurteilen, wo es schief gelaufen ist. Aber ganz offensichtlich wollte er schon relativ kurz nach Eurer Eheschließung aus dieser neuen "Enge" ausbrechen. Es gibt sicherlich eine Vielzahl von möglichen Ursachen dafür, die dann auch schließlich dazu geführt haben, dass eine "Sicherung" durchbrannte, der Druck zu groß wurde und sich explosionsartig entladen hat. Ich will da sicher nicht weiter spekulieren. Aber es wäre wichtig, den wahren Grund herauszufinden, um ihm zurecht helfen zu können und vielleicht auch eure Beziehung wiederherzustellen. Einige theoretische Möglichkeiten, die mir dazu einfallen, sind diese:

- Er hatte schon mal eine Beziehung, die schmerzlich auseinander ging. Vielleicht hat er intuitiv ähnliche Muster in Eurer Ehe wiedererkannt, die bei ihm entsprechende Erinnerungen und Ängste geweckt haben.
- Er hat andere Ehen vor Augen, die sehr schlecht gelaufen sind, z.B. möglicherweise die seiner Eltern oder auch anderer naher Verwandter oder Bekannter. Nun erkennt er in seiner eigenen Ehe ähnliche Muster und hat Angst bekommen.
- Die oben erwähnte grundsätzliche Bindungsangst. So lange ihr nicht verheiratet wart, war das für ihn kein Problem. Aber die Bindung durch das eheliche Versprechen war für ihn eine zu große Belastung. Eigentlich erlebte er das wie ein Gefängnis, obwohl er Dich wirklich liebt - was unter normalen Umständen wahrhaftig schwer verständlich ist. Aber das kommt leider gar nicht so selten vor, auch bei Frauen.
- Er hat ein heimliches Doppelleben geführt, z.B. i.V.m. Pornoseiten, was heutzutage auch unter Christen weit verbreitet ist. Auch bei treuen Christen, denen man das nicht anmerkt oder bei denen man das nie vermuten würde! Machen wir uns nichts vor: So mancher Pastor oder Gemeindeleiter gehört zu diesem Kreis!
- Er empfindet einen Leistungsdruck, dem er sich nicht gewachsen fühlt. Wenn er Dich so sehr geliebt hat, dann hat er möglicherweise das Gefühl, Dir das nicht genügend zeigen zu können. Das wäre dann ein Problem, das mit Perfektionismus zusammenhängt.
- Er tut sich schwer, Verantwortung zu übernehmen. So lange ihr nicht verheiratet wart, trug er nur Verantwortung für sich selbst. Doch seit der Heirat ist er als "Haupt" auch der eigentlich vor Gott und Menschen Verantwortliche für die neue eheliche Einheit. Diesem Druck ist er nicht gewachsen.
- Vielleicht hat er innerlich ein ganz anderes Bild vor Augen, als eine Ehe mit nur einer Frau. Auch manche Männer Gottes im Alten Testament hatten ja mehrere Frauen, ohne dass das Sünde genannt wurde. Klingt vielleicht etwas abwegig, aber ich fürchte, dass es etliche - auch entschieden gläubige - Männer gibt, die sich heimlich mehrere Frauen wünschen.

Ich hoffe, ich habe nicht zu sehr in Wunden gerührt. Ich weiß natürlich nicht, ob einer dieser Punkte zutrifft (vielleicht sogar mehrere). Es sind, wie gesagt, lediglich "theoretische" Möglichkeiten, und die Liste ist natürlich unvollständig. Aber es könnte Dir helfen, auf eine heiße Spur zu kommen - falls das natürlich im Moment überhaupt für Dich in Frage kommt.

Liebe Grüße, in Christus verbunden
Uwe
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Re: Mein Mann trennt sich von mir :-(

Beitragvon flower » Freitag 25. Juni 2010, 22:25

Liebe Blümli,
auch mich hat Deine Situation sehr berührt,und ich würde Dich, wenn es möglich wäre in den Arm nehmen und mit Dir weinen.Ich kann Dich gut verstehen,wie verletzt und enttäuscht Du bist, nach dem Deine Träume zerplatzt sind und Du nicht weißt wie es weiter gehen soll.Das beste was Du tun kannst ist beten, Gott möge Dir Weisheit schenken um Die richtigen Entscheidungen zu treffen, die bestimmt demnächst auf Dich zukommen werden.Auch mir ist es gleich aufgefallen, und ich habe mich gefragt,warum ein frisch verheirateter Mann eine beste Freundin braucht.Mit der er viel Zeit verbringt ,oder mit ihr telefoniert ,die sogar zu euch nach Hause kommt und bis spät in der Nacht bleibt. Da ist es kein Wunder das Du Eifersüchtig wirst, und ich finde dass das eine normale Reaktion auf sein Verhalten ist.Allerdings stelle ich mir auch die Frage, ob das auch mit dem Schlaganfall seiner Mutter ,oder den anderen Problemen die er hatte zu tun hat.Vieleicht konnte er mit Dir nicht darüber reden,und sein Freundin konnte gut zuhören, und ihm die nötige Aufmerksamkeit schenken.Fragwürdig ist auch wie gläubig er wirklich war,wie kann man so von heut auf morgen nichts mehr von Gott wissen wollen? Auch seine Äußerung Dir gegenüber er habe Dich nur geheiratet weil Du nicht mit ihm zusammen ziehen,und kein Sex vor der Ehe haben wolltest ist mir ein Rätsel.Da muss es ja schon vorher Anzeichen gegeben haben, das bei ihm etwas nicht stimmt.Vieleicht hast Du was bemerkt ,aber hast es verdrängt weil Du verliebt warst, und es nicht wahr haben wolltest.Wie dem auch sei Gott alleine kennt den wirklichen Grund, und er hat auch Möglichkeiten eure Ehe zu heilen.Gott hat die Ehe gestiftet,und möchte nicht das die Menschen sich scheiden.Ja die Liebe ist nicht nur ein Gefühl, man muss sich auch jeden Tag neu dafür entscheiden.Mein Wunsch ist das Gott euch die Liebe schenkt die Paulus im 1, Korintherbrief 13 Verse 4-8 beschreibt:Die Liebe ist langmütig und freundlich, die Liebe eifert nicht, die Liebe treibt nicht Mutwillen, sie bläht sich nicht auf, sie verhält sich nicht ungehörig, sie sucht nicht das ihre,sie lässt sich nicht erbittern,sie rechnet das Böse nicht zu, sie freut sich nicht über die Ungerechtigkeit,sie freut sich aber an der Wahrheit;sie erträgt alles, sie glaubt alles, sie duldet alles.Die Liebe hört niemals auf.
Liebe Grüße von Lydia
"Wohl dem,dem die Übertretungen vergeben sind,dem die Sünde bedeckt ist"!Ps.32,1.
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Re: Mein Mann trennt sich von mir :-(

Beitragvon solascriptura777 » Donnerstag 22. Dezember 2011, 20:26

Nun es ist so nein. Du darfst kirlich gesehen nie wieder heiraten. Denn du musst deinen Teil halten bis dein Mann stirbt. Wenn er die regeln nicht einhalten will ist es seine Prüfung. Halte dein versprechen . Auch wenn nach den 2 Jahren schutz die Ehe annuliert wird ist es so das sie in der kirche NICHT ANNULIERT WIRD. dort bleibt ihr verheiratet bis er stirbt.

So sind die Regeln
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